Klassik-Review: School of Rock

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Erscheinungsjahr: 2003

Herkunft: U.S.A.

Regie: Richard Linklater

Studio: Paramount

Ein Wochenende irgendwo in Deutschland. Es ist nachmittags, draußen gefühlte 40°C und der gemeine Nerd sitzt im halbwegs gekühlten Zuhause auf dem Sofa. Während das Mittagessen noch im Magen grummelt, schwelgen die Gedanken an den noch bevorstehenden Resttag. Eine Runde joggen, dann ins Schwimmbad und zum Abschluss ein kleines Eis – hört sich super an! Doch bevor man sich übermotiviert in den Tag stürzt, fällt der Blick dann doch zum Glück auf das Bluray-Regal. Auf dem Sofa bleiben, einen tollen Film aus der Vergangenheit gucken und dazu ein großes Eis – hört sich perfekt an. Noch besser wird es nur, wenn der Film „School of Rock“ heißt.

  • Endlich lernen die Kinder gute Musik!

Ihr kennt diese Filme bestimmt auch. Die ganz besonderen, bei denen man weiß, dass es sich nicht um die größten Meisterwerke aller Zeiten handeln, aber die man immer und immer wieder schaut. Genauso ein Film ist „School of Rock“. Für alle Unwissenden hier, fasse ich die Geschichte mal kurz zusammen. Dewey Finn (grandios gespielt von Jack Black) wird kurz vor dem wichtigen Contest „Battle of the bands“ aus der Band geschmissen. Obendrein ist er auch noch pleite und muss bald aus der Wohnung seines besten Kumpels und seiner Freundin ausziehen. Um dem zu entrinnen, nimmt er eine Stelle als Aushilfslehrer an, welche eigentlich für seinen Kumpel Ned gedacht war. Fortan mischt Dewey als Mr. Schneebly seine Schulklasse ordentlich auf und unterrichtet statt Geschichte oder Politik, lieber die heiligen Lehren der Rock-Musik. Als er jedoch merkt, dass viele in der Klasse ein großes Talent für Musikinstrumente haben, fasst er den Entschluss mit den Kindern am „Battle of the bands“ teilzunehmen.

  • Dass muss man schon mögen

Für alle die mit der Musik nix am Hut haben, ist der Film vielleicht etwas schwer nachzuvollziehen. Ich kenne das ja aus dem eigenen Musikunterricht aus den guten, alten Schulzeiten. Wenn es da um die Rockmusik des letzten Jahrhunderts ging, war die halbe Klasse hell auf begeistert, die andere Hälfte eher gelangweilt. Als wir allerdings „School of Rock“ geschaut haben, fanden den alle eigentlich ganz „cool“. Spätestens nach diesem Film muss man neidlos eingestehen, das der Rock n´Roll eine der faszinierendsten Musikrichtungen ist. Trotzdem empfindet ein Nicht-Fan natürlich weniger Emotionen bei diesem Film, als ein echter Rocker. So ging es mir auch bei dem gefeierten Film „Straight outta Compton“, welchen ich eher als mittelmäßig einstufe, weil ich mit der Musik und der Kunst nichts zu tun habe. Für den Rock-Fan dagegen haben die 108 Minuten viel zu bieten. Einen Jack Black (welcher selber Sänger der großartigen Band „Tenacious D“ ist) in absoluter Höchstform zum Beispiel. Dieser gibt den Kindern als Hausaufgabe gerne mal „The Doors“ oder „Led Zeppelin“ auf oder hält einen Hass-Monolog gegen MTV. Die schrullige Art von Mr. Black muss man allerdings mögen, sonst ist der Film nichts für einen. Denn neben den coolen Kids, ist es besonders eine One-Man-Show von Jack Black und seinem Charakter.

  • Ein Film „just for fun“

Na, auch keinen Bock mehr auf supercoole, aalglatte Actionhelden oder hochpolierte Superhelden-Filme. Ihr wollt eher mal wieder eine kleine Geschichte, in der es um die Menschen geht und mal nicht um die Rettung der Welt. Euch öden auch Filme an, die in Massenproduktion hergestellt werden und möchtet mal wieder einen Streifen, welcher das Herz am richtigen Fleck hat. Dann schaut euch „School of Rock“ an oder entdeckt ihn wieder, falls ihr ihn vor Jahren das letzte Mal gesehen habt. Ja, der Hauptdarsteller betreibt „Over-Acting“ vom Feinsten, die Geschichte ist von Anfang an relativ vorhersehbar und obwohl es eine Komödie ist, werdet ihr nicht vor Lachen auf dem Boden liegen. Die Bezeichnung „feel good movie“ trifft hier eigentlich ganz gut zu. Es ist ein Film für die berühmten, verregneten Sonntagnachmittage, obwohl es in meinem Fall Samstag und strahlender Sonnenschein war. Wer Lust hat auf einen lockeren Film, mit sympathische Figuren und einem tollen Soundtrack, dem empfehle ich „School of Rock“ uneingeschränkt. Nebenbei lernt man auch noch etwas über die beste Musik der Welt.

Pro:

  • Sympathische Story und Charaktere
  • Großartige Musik
  • Wunderbar kurzweilig

Contra:

  • Jack Black kann anstrengend wirken
  • Romantisierung des Rocks, eher etwas für Fans
  • Ende vorhersehbar

School of Rock – Wertung – 7,5/10

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