Top 5: Klassische Musik

Vor gar nicht so langer Zeit, hab ich meine Top 100 Song-Liste veröffentlicht. Darauf gefehlt haben genau zwei Kategorien: Soundtracks und klassische Musik. Letzteres will ich heute nachholen. Achtung: Es geht hier um Musik im klassischem Sinne (also für Orchester komponiert), nicht um Musik aus der Epoche „Klassik“. Alles klar? Dann kann es losgehen!

  • Platz 5: Ouvertüre aus „1812“ von Peter Tschaikowsky

Dieses Stück Musik muss alleine schon dafür hier genannt werden, dass in der Partitur Kanonen drin stehen. Ja, echte Kanonen! Mit eingespielten Soundfiles ist das heute kein Problem mehr, fragt mich aber besser nicht wie die Herren das damals hinbekommen haben. Außerdem bekommt man hier echte Kirchenglocken, mehrere Hymnen und ein Finale geboten, für welches das Wort „Episch“ erstmal neu definiert werden musste.

  • Platz 4: „Second Suite“ in f-Dur von Gustav Holst

Alle vier Sätze aus diesem englischen Werk aus dem Jahr 1922 sind zu empfehlen. Im ersten Satz hat man eine klassische, luftig-lockere Folk-Melodie, der zweite Satz ist wunderschön zurückhaltend und fließend, der dritte Satz ist wieder schneller und man hört immerhin einen „Amboss“ als Instrument. Der letzte Satz ist dann das Highlight und beinhaltet einen meiner Lieblingseffekte: „alla breve“ (Halbierung der Notenwerte) mit langsamer Melodie im Vordergrund.

  • Platz 3: „Kleine Fugue“ in g-Moll, BWV 578 von J.S. Bach

Diese kleine Melodie und sein Erschaffer werden wohl jedem bekannt sein. Eigentlich wurde ich nie so wirklich warm mit der Barock-Musik, aber dieses Lied hat es mir angetan, vorallem weil es unfassbar viel Spaß macht das Ganze selber zu spielen. Gleichzeitig verlangt es einem Nicht-Profi-Orchester alles ab, da man fast konsequent gegen alle anderen spielen muss. Äußerst spaßig, auch wenn es mal nicht klappen sollte.

  • Platz 2: „Aus der neuen Welt“ 9. Sinfonie von Antonin Dvorák

Auch hier kann ich wieder alle Sätze empfehlen, wobei für mich Nr.2 und der berühmte Satz Nr. 4 wirklich herausstechen. „Largo“ durfte ich auch schon selbst spielen und es ist auf jeden Fall eine Erfahrung mitten einem Stück zu sein, das so langsam ist, dass es fast auf der Stelle stehen bleibt, nur um dann komplett zu explodieren. „Allegro“ macht dann in Sachen „epische Musik“ selbst dem oben genannten Ende von „1812“ Konkurrenz.

  • Platz 1: „Jupiter Hymne“ von Gustav Holst

Der zweite Auftritt des brititschen Komponisten vom Anfang des letzten Jahrhunderts. Wirklich berühmt und bekannt wurde der Mann dadurch, dass er alle Planeten musikalisch eingefangen hat. Während „Mars“ das Vorbild für zahlreiche Filmkomponisten (Williams, Zimmer) war, ist „Jupiter“ für mich das schönste Stück klassischer Musik auf Erden. Der Anfang ist komplex und schnell, die Melodie im Haupteil wunderschön und ein wahrer Gänsehautmoment. Das Ende bringt dann alles zusammen: Chaos, epische Momente und (wie bei Platz 4 beschrieben) meinen Liebling „alla breve“. Bessere Musik kann ein Orchester nicht spielen!

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