MMM #3 mit John Wick 3, Pokemon und Game of Thrones

Herzlich Willkommen zum vielleicht kürzesten „Movie Monat“ des Jahres. Passend zur Leere auf diesem Blog, war der Mai auch auf filmischer Ebene sehr übersichtlich. Immerhin habe ich es dreimal ins Kino geschafft, drei Podcast aufgenommen (zum Thema Superhelden, Musik und Game of Thrones) und ein (EIN GANZES!) Buch gelesen. Die Hoffnung besteht aber, dass mein Film-Monat Juni wieder stärker wird, zumindest auf der quantitativen Seite. Ein paar Streifen habe ich aber trotzdem konsumiert und deshalb viel Spaß mit den wenigen Kurzkritiken.

  • Film Reviews Mai

Fangen wir mit dem Highlight des Monats an: „One Cut of the Dead“ Ein Film, bei dem Ahnungslosigkeit im Vorfeld sehr wichtig ist und somit verrate ich absolut nix zur Story. Ganz allgemein mochte ich die erste halbe Stunde schon fast am liebsten. Alles was danach kommt ist zwar überraschend und komplett anders, aber der Charme und der Trash des ersten Drittels waren unübertroffen. Mit dem Mittelteil musste ich mich erstmal anfreunden und gerade in diesen Minuten ist mir der Film zu herkömmlich, bevor das letzte Drittel nochmal zu alter Stärke zurück findet. Alles in allem ein spaßiger No-Budget-Film mit einer genialen Idee, welche wohl nicht lange einzigartig bleiben wird.

Meinen zweiten Kinobesuch im Mai hatte ich bei „Detektiv Pikachu“. Übrigens habe ich das Pokemon-Abenteuer direkt im Anschluss zu „One Cut of the Dead gesehen“. Der wohl absurdeste Kinoabend meines Lebens. Mit dem asiatischen Zombie-Film hat Pikachu aber nichts zu tun. Hier wird eine klassische 08/15-Heldengeschichte erzählt. Eine wirkliche Spionage- oder Krimigeschichte gibt es nur an wenigen Stellen. Das ist mir auch vollkommen egal, denn die Welt und deren Bewohner sind das große Highlight des Films. Als Pokemon-Fan der ersten (und letzten) Stunde, ist das hier ein wahrgewordener Traum. Dazu noch toller Humor durch den Fanliebling „Enton“ und Ryan Reynolds Version der gelben Elektromaus. Was will man mehr? OK, vielleicht etwas Tiefe, weniger Story-Fehler und ein Ende mit weniger Klischees – aber sonst kann ich mich über den ersten „realen“ Pokemon-Film nicht beschweren. Gute-Laune-Film par excellence.

Im Heimkino kam ich im gesamten Monat nur dazu einen, kleinen Film zu gucken. Das war dann auch noch eine Hausaufgabe für den FilmBlogCast. In „American Valhalla“ geht es um das letzte Album der Punk-Ikone Iggy Pop. Der Weg von der Idee bis hin zur Konzert-Tour wird chronologisch schön einfach erzählt, während die tollen Songs des Albums immer wieder eingespielt werden. Filmisch garantiert kein Meiserwerk und an manchen Stellen etwas dick aufgetragen, ist der Streifen trotzdem schöne Unterhaltung und macht Lust auf die Musik. Ein Biopic über Iggy Pop ist doch eigentlich nur eine Frage der Zeit oder?

Last but not least: Mein letzter Kinobesuch im Mai galt Keanu Reeves alias „John Wick“. Im dritten Teil wird das Trash-Level der Vorgänger (Penner-Untergrund-Organisationen, Hotelketten für Killer mit Todes-Verbot) nochmal ordentlich aufgeschraubt. John Wick nimmt seine skurrile Welt aber ernst, was dazu führt, dass man in diesem beinharten Action-Film auch sehr oft lachen muss. Apropos „Action“. Kaum zu glauben, aber man kann Menschen auf der Leinwand noch kreativer und härter umbringen als jemals zuvor. Jeder Knochenbruch wird hier zelebriert und mit Sound aufgeladen, so dass es dem Zuschauer bei jedem Schlag schon selber weh tut. Ich erinnere an die „Buch-Szene“. Meine Sitznachbarn im Kino haben den Film eigentlich schön zusammengefasst: „Alter. Alter. Aaaaaalllllttttteeerrrr. Is´ schon krass, ne?“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Platz Filme Wertung (von 5) Laufzeit (Minuten) Wo gesehen
1 One Cut of the Dead 4 96 Kino
2 John Wick 3 3,5 131 Kino
3 Pokemon Detektiv Pikachu 3,5 105 Kino
4 American Valhalla 3,5 81 Amazon Video
Schnitt 3,63 Punkte
103,25 Min.
Kino: 3
Gesamt 4 Filme 413 Min.
Streaming: 1
7 Stunden
  • Sehen, Hören, Zocken, Lesen

Auch in der Kategorie „Alle Medien außer Film“ kann ich es kurz machen. Meine Kritik zu den drei letzten Folgen „Game of Thrones“ gibt es unter meinem Musiktipp des Monats, damit keiner gespoilert wird. Musikalisch habe ich Spotify diesen Monat nach neuer Rock-Musik durchsucht und bin fündig geworden. Die neuen Alben von „Rammstein“, „Adam Angst“ und „Papa Roach“ kann ich nur empfehlen. Auch das neue „Weezer“ Album ist interessant, wenn auch sehr pop-lastig. Den Song „Can´t knock the Hustle“ kann ich als Sommer-Hit abseits des Mainstreams jedoch nur allen ans Herz legen. Trotzdem läuft ein Song gerade noch öfters bei mir rauf und runter, nämlich vom Paul McCartney Album aus dem letzten Jahr. Vorher aber noch eine kleine Buchempfehlung. Auch wenn die Europa-Wahl schon vorbei ist, schaut doch mal in das Buch „Herr Sonneborn geht nach Brüssel“ rein. Dort hat der Vorsitzende der sehr guten Partei „Die Partei“ seine letzten Jahre im EU-Parlament zusammengefasst. Durchzogen mit schwarzen Humor und alter Satire-Schule, erzählt Martin Sonneborn über teils lustige, teils schockierende Ereignisse aus Brüssel bzw. Straßburg. Aber Achtung: Für CDU-Wähler ist das Buch vielleicht nicht zu empfehlen.

 

  • SPOILER: Kritik zu den letzten drei GoT-Folgen:

Folge 4: Durch Zeitsprünge und dumme Entscheidungen die schlechteste Folge der Staffel. Einzig die Schauwerte und die Intrigen zwischen Varys und Tyrion konnten das Schlimmste verhindern.

Folge 5: Der Wandel von einer Fantasy-Serie zum Anti-Kriegs-Film. Der Kampf um den Thron wird für ein paar Minuten zur Nebensache um etwas wichtigeres zu erzählen. Gerade nach der dritten Folge wollten alle ein großes Gemetzel und endlich wieder „ihr“ Game of Thrones mit viel Gewalt und Blut. Folge 5 hat geliefert, nur anders wie es sich die meisten Fans erhofft haben.

Folge 6: Gelungener, runder Abschluss der Serie – wenn auch weit davon weg perfekt zu sein. Es fehlen einfach ein paar Folgen, um die Entscheidungen und Entwicklungen besser zu begründen. Am Ende war ich jedoch zufrieden, auch wenn die Macher sich den ein oder anderen Witz hätten sparen können.

Meine Meinung (und die passende Gegenstimme) gibt es in der letzten Spezial-Folge des FilmBlogCasts!

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