Die besten Filme aller Zeiten: Platz 9 – Star Wars Episode V

PlatzFilme9

Originaltitel: The Empire Strikes Back

Erscheinungsjahr: 1980

Herkunft: U.S.A.

Regie: Irwin Kershner

Besetzung: Mark Hamil, Harrison Ford, Carrie Fisher u.a.

Willkommen zurück bei den besten Filmen aller Zeiten. Die heute Platzierung wird etwas langweiliger, denn es geht um einen alten Star Wars Teil. Der vielleicht größte Film der Popkultur hat in der Bevölkerung genau zwei Meinungen hervorgerufen: „Bester Film ever!“ und „Geh mir weg mit Star Wars!“ Ich fühle mich eher der ersten Gruppe verbunden und deshalb viel Spaß mit meinem Monolog über diese fantastische Sternensaga.

  • Weil einfach einfach einfach ist

„Lieber eine einfache Geschichte gut erzählt, als eine komplizierte Story schlecht erzählt“. Die Rahmenhandlung der alten „Star Wars “Trilogie ist wirklich schnell beschrieben. Es geht um Gut gegen Böse, um einen Anfänger der zum Helden aufsteigt und ein paar persönliche Schicksale, die mit dem einen oder anderen Twist das Interesse der Zuschauer erhalten. George Lucas hat in seinem Epos ein paar normale Charaktere in eine vollkommen neue Welt transportiert. Für mich hat „Star Wars“ immer zwei Dinge ausgemacht: Das große Ganze und die kleinen Geschichten der Protagonisten. Die Feinheiten des riesigen Bürgerkrieges sind also für mich genauso interessant, wie die Entscheidungen und Wendungen der einzelnen Charaktere. Episode V ist dabei die Speerspitze. Es gibt eine alte Filmweisheit, die „Das Imperium schlägt zurück“ perfekt umsetzt: „Stelle deine Charaktere vor eine besonders schwierige Situation und der Zuschauer erfährt sein eigentliches Ich“. Da wäre Lando, der seinen alten Freund Han verrät, um sein Volk zu schützen. Oder Luke, der sein Schicksal bei Meister Yoda antreten muss. Der Plottwist am Ende hat hierbei zwar große Auswirkungen auf die Geschichte, aber nicht auf die Qualität des Films. Kaum einer wird Episode V zum ersten Mal sehen und dabei nicht schon mal die Worte „Luke, ich bin dein Vater“ gehört haben. Ich habe dieses Meisterwerk schon so oft gesehen und trotzdem fiebere ich auf diesem Moment zu. Ich sehe diese klassische Heldenreise immer noch unglaublich gerne und entdecke bis heute immer mal wieder neue Kleinigkeiten. Es ist dabei von Vorteil, die alte Trilogie als Kind gesehen zu haben. Wenn man jünger ist, trifft einen die Magie dieser Welt mitten ins Herz und damit sind nostalgische Erinnerungen für die nächsten Jahrzehnte gesichert.

  • Ein eigenes Universum

Tolkien hat Herr der Ringe, Rowling hat Harry Potter und Martin hat Game of Thrones. Sich eine komplette Welt auszudenken, mit eigenen Regeln, einer eigenen Historie und einer eigenen Ernsthaftigkeit – Das ist wohl die größte Leistung, die ein Autor vollbringen kann. George Lucas hat das 1977 in Perfektion hinbekommen. Alle Charaktere, Planeten und selbst die Raumschiffe scheinen eine eigene Geschichte zu besitzen. Dabei wissen wir nicht, wo her sie kommen oder wohin sie die Zukunft noch führen wird. Wir sehen nur einen Mini-Ausschnitt aus dem großen Ganzen. Das Bedarf keiner Erklärung, sondern das Meisterstück in einem Universum kleine und interessante Geschichten zu erzählen. Der Mittelteil der Trilogie macht genau das. „Das Imperium schlägt zurück“ gibt Antworten, wirft neue Fragen auf, bringt die Geschichte voran und hält trotzdem den Mythos von Jedi und Sith, von Gut und Böse, aufrecht. Diese Faszination wurde über die Jahre langsam zerbrochen. Mit den Prequels kennen wir die Backstory der meisten Charaktere, die „Star Wars Story“ Filme bringen uns zur Zeit jedes kleine Detail näher und die neueste Trilogie wäre an sich OK, wenn da nicht Episode VII, VIII und IX im Titel stehen würde. „The Last Jedi“ und „The Force Awakens“ müssen sich den Vergleich mit der alten Trilogie gefallen lassen, denn es spielt alles in derselben Zeitlinie. Man schlägt ja auch kein Geschichtsbuch auf und sagt:“ Vergess mal was in den letzten Jahren passiert ist“. Hätte mir jemand als Kind nach dem Anschauen der alten Trilogie erzählt, was noch alles passieren wird, hätte ich es spätestens bei Episode XIII nicht mehr geglaubt. Das alles ist furchtbar schade, aber machen mir die neueren Filme ein altes, wunderbares Erlebnis kaputt? Ganz klar: Nö! Wenn ich „Empire Strikes Back“ gucke, denke ich nicht daran, dass Boba Fett nur ein Klon ist, Darth Vader ein nerviger Teenager mit Beziehungsproblemen war oder mein Kindheitsheld Luke Skywalker mit seinem Lichtschwert umgeht, wie andere Menschen mit einer Papiertüte vom Bäcker.  „Star Wars“ (und im Besonderen „Das Imperium schlägt zurück“) ist kein Disney-Produkt, keine Merchandise-Maschine und kein Garant für gute Filme. Für mich bleibt die alte Trilogie (mit dem Höhepunkt Episode V) ein einzigartiges Erlebnis in einem fremden Universum, die Begegnung mit interessanten Charakteren, die Begeisterung an großartig inszenierten Weltraumschlachten und natürlich am Ende auch eine liebgewonnene Kindheits-Nostalgie.

Ich habe übrigens mal alle Star Wars Filme bei Letterbox in ein Ranking gepackt. Gerne anschauen und diskutieren 🙂

Die bisherigen Plätze (Mit Verlinkung zum Artikel):

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