30 Wochen – 30 Filme – Nr.29

Nr.29Fragen

Zum vorletzten Mal gibt es an diesem Samstag wieder meine Antwort auf eine der großen Filmfragen. Heute geht es um den berühmten „Pile of Shame“ mit der Frage „Welchen Film wolltest du schon immer mal sehen, bist aber bisher nicht dazu gekommen?“. Ich könnte jetzt eine ganze Liste runterschreiben, mit vielen alten und neuen Streifen, die ich eigentlich so gerne sehen möchte. Ich wette, jeder von euch könnte das auch. Ich habe mir von dieser Liste einfach mal einen Film ausgesucht.

  • Lachen gegen Nazis

Es ist Freitagabend und ich freue mich schon auf einen entspannten Filmabend. Wie immer stellt sich die Frage: “Was wird denn jetzt geguckt?“ Ein Blick ins Bluray-Regal, ein Blick auf die Streaming-Portale und dann die Erkenntnis – The Producers! Wie lange dieser Film von Mel Brooks schon in meinem Kopf rumschwirrt, kann ich gar nicht genau sagen. Irgendwann habe ich mal ein Youtube-Video gesehen, bei dem Nazis auf einer Broadway-Bühne stehen und über ein „schwules Deutschland“ singen. Das Publikum ist entsetzt und will schon den Saal verlassen. Bis Hitler selbst zu einem Solo ansetzt und sich auf der Bühne bewegt, wie Bully Herbig in „Traumschiff Surprise“. Nach der ersten Fassungslosigkeit lag ich vor Lachen auf dem Boden. Da steht der größte Nazi und singt locker Sätze wie „Springtime for Hitler and Germany, Winter for Poland and France“. Die Schrecken des dritten Reichs wurden schon oft in Komödien aufgegriffen. Mal mit Slapstick-Humor wie bei Charlie Chaplins „Der große Diktator“ oder mal mehr mit subtileren und satirischem Witz. Mel Brooks scheint hier einen anderen Weg zu gehen. Ganz nach dem Motto: „Die schlimmsten Personen müssen mit dem überdrehtesten und derbsten Humor dargestellt werden.“ Ich persönlich finde das gut, weil dieser Film damit überhaupt keinen Raum für Interpretation lässt. Dieses Werk soll von Nazis gehasst werden und ich glaube das haben die Macher alleine mit dieser Szene hinbekommen.

  • Es gibt so viele Ausreden

Warum habe ich „Frühling für Hitler“ (wie „The Producers“ im deutschen heißt) noch nicht gesehen? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Es gibt aber ein paar Gründe, warum man gute Filme auf die lange Bank schiebt. Meine Top 5 Ausreden:

  • Es ist ein alter Film: Normalerweise liebe ich es große Klassiker mir anzusehen, aber trotzdem schaue ich am Ende dann doch meistens neuere Alternativen.
  • Der Film ist zu lang: Selbsterklärend, denn immerhin sind 90 Minuten schneller Mal geguckt, als ein Drei-Stunden-Epos
  • Das Thema des Films: Für ernste Themen lasse ich mir lieber Zeit und gucke diese Streifen in der richtigen Stimmung. Komödien oder leichte Action gehen dagegen eigentlich immer.
  • Die Erwartungen: Man hofft ja immer auf einen guten Film und besonders bei den großen Klassikern habe ich immer Angst dann doch enttäuscht zu werden.
  • Es gibt zu viel Auswahl: Ein relativ neues Problem, aber mir passiert es oft, dass ich sehr lange in den Bibliotheken der Streaming-Dienste suche und dann unzählige Filme auf die Watchlist packe.

„The Producers“ erfüllt immerhin drei Ausrede-Kriterien, aber gestern habe ich mich wieder geärgert. Allerdings ist es irgendwann soweit und dann informiere ich euch natürlich in meiner „Ver-piled“ Kategorie, wie mir der Oscarprämierte Mel Brooks Film gefallen hat. Vielleicht wollt ihr noch wissen, wofür ich mich dann gestern entschieden habe. Die Wahl fiel am Ende auf „Das kleine Arschloch“ und das lasse ich jetzt einfach mal kommentarlos so stehen…

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