30 Wochen – 30 Filme – Nr 19+20

Nr.19+20Fragen

Da habe ich es doch tatsächlich noch am Ende des Jahres geschafft, am Wochenende mal keine der 30 Fragen zu beantworten. Damit ist auch mein Lauf von 18 Wochen am Stück mindestens einen Beitrag pro Woche zu schreiben hinfällig. Egal, dafür gibt es hier zum Jahresabschluss die doppelte Portion Fragen-Power! Das liegt auch daran, dass sich der Titel „31 Wochen – 30 Fragen“ einfach nicht gut anhört… Heute beschäftige ich mich mit der guten und der bösen Seite meines Filmgeschmacks. Keine Angst, es geht nicht um Star Wars (davon hatten wir die letzten Wochen ja mehr als genug). Die heutigen Fragen lauten: „Welcher Film hat dich zuletzt stark beeindruckt?“ und „Welcher Film hat dich am meisten enttäuscht?“ Ich würde sagen, wir fangen mal mit dem positiven an, bevor ich mich wieder in Rage rede (bzw. schreibe).

  • Die Hoffnung stirbt zu letzt

Vor wenigen Tagen habe ich die Top 5 meiner Lieblingsfilme 2017 ausgewählt (hier nochmal zum Nachlesen) und eigentlich wäre auch die Nummer 1 mein ausgewählter Film. Dumm nur, dass der zweitplatzierte später in diesem Jahr herauskam und ich somit hier nochmal ein paar Worte zu „Blade Runner 2049“ sagen kann. Beeindruckt hat mich an dem Film so ziemlich alles. Da wäre als aller erstes der Look. Mein Gott können Filme im Jahr 2017 gut aussehen, wenn man die Kunst von CGI beherrscht. Dazu kam die Leistung von Harrison Ford, der hier vielleicht seine beste Rolle seit Anfang der 90er abliefert. Im Gegensatz zu „Han Solo“ hatte er wohl nochmal Lust „Rick Deckard“ zu spielen. Ich hatte aber auch nicht die größten Zweifel das „Blade Runner 2049“ ein guter Film werden würde, immerhin traue ich dem Regisseur Denis Villeneuve mittlerweile alles zu. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch, dass der Film es geschafft hat, dass ich „Sequels“ wieder eine Chance geben kann. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass man die Geschichte eines solchen Klassikers logisch fortsetzten kann. Dabei wirkt die Fortsetzung eigenständig, bleibt jedoch den Regeln und dem Gefühl des ersten Teils treu. Allein für diese Leistung ist Villeneuve für mich der Filmemacher des Jahres und ich freue mich jetzt schon auf seine Interpretation von „Dune“. Wenn er seine Leistung hält, kann er von mir aus auch „Der Pate 4“ machen, ein Remake von „Metropolis“ drehen und danach die ganze Bibel in acht Teilen verfilmen. Nach diesem Meisterwerk würde ich jeden Film dieses Mannes anschauen.

  • Der bittere Geschmack der Enttäuschung

Eigentlich würde ich jetzt einen kleinen Hasstext über „Die Schlacht der fünf Heere“ schreiben. Den 3. Hobbit Film habe ich allerdings schon in Woche Drei auseinander genommen. Somit bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als über ein anderes Machwerk der Filmgeschichte zu philosophieren. Bei „Indiana Jones 4: Das Königreich des Kristallschädels“ sind sich eigentlich alle einig: Diese Fortsetzung ist Schrott! Die Zuschauerschaft teilt sich hier aber in zwei Gruppen. Die einen, die den Film einfach ignorieren können und die anderen, bei denen wohl für immer ein fader Beigeschmack bleibt. Das Problem ist nämlich, dass „Indi 4“ zu einer der besten Filmreihen aller Zeiten gehört. Die drei Teile zuvor haben mir als Kind schon furchtbar viel Spaß gemacht und als 2008 die Geschichte fortgesetzt wurde, war mein 13-jähriges Ich vollkommen aus dem Häuschen. Schon als Jugendlicher habe ich jedoch verstanden, dass dieser Film kompletter Schwachsinn ist. Von Minute zu Minute sinkt die Qualität, die Story verblödet immer mehr und von dem lächerlichen CGI fangen wir hier gar nicht erst an. Nun gehört „Das Königreich des Kristallschädels“ aber offiziell zur Reihe dazu und kann (zumindest von mir) nicht einfach ignoriert werden. Somit legt sich ein Schatten über das gesamte Franchise, welches ich ja eigentlich so liebe. Ähnlich geht es mir auch bei „Herr der Ringe“ (Hobbit 3), „Star Wars“ (Episode 2) oder „Fluch der Karibik“ (Teil 4). Es gibt immer einen Film der Hauptreihe, welcher mir absolut nicht gefällt oder den ich sogar abgrundtief hasse. Natürlich kann ich z.B. „Der letzte Kreuzzug“ gucken, ohne direkt an das missglückte Sequel zu denken. In Gesprächen oder richtigen Film-Diskussionen fällt es mir dann schon schwerer. Da fallen dann schon mal Sätze wie „Indiana Jones ist großartig, außer natürlich der letzte“. Ich beneide jeden darum, der schlechte Teile seiner Lieblingsreihen einfach ignorieren kann, für mich gehören diese Schandflecke jedoch einfach dazu. Enttäuschende Streifen habe ich schon viele in meinem Leben gesehen, aber wenn diese dann eine geliebte Filmreihe angreifen, ist das für mich immer doppelt schade. Freuen wir uns also jetzt alle auf „Indiana Jones 5“? Naja, schlimmer kann es ja eigentlich nicht mehr werden…

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