30 Wochen – 30 Filme – Nr.18

Nr.18Fragen

Zum heutigen 3. Advent wird es mal sowas von garnicht besinnlich. Es geht um die Frage „Wer ist der beste Bösewicht der Filmgeschichte?“. Ich kann mich wenigstens nicht beschweren, dass es bei dieser Frage zu wenig Auswahlmöglichkeiten gibt. Mein erster Gedanke war natürlich bei „Darth Vader“, der Bösewicht meiner Kindheit. Das Problem: Der Charakter vollzieht ja eine Wendung und ist mir natürlich deshalb nicht mehr ganz so böse in Erinnerung. Mein Antwort-Schurke muss das personifizierte Böse sein und am besten auch noch einen Grund dafür haben. Zusätzlich muss der Schauspieler dahinter eine große Leistung erbracht haben und der eigentliche Film sollte auch nicht so schlecht sein. Alles zusammen ergibt einen Bösewicht, der vielleicht keine spannende oder unkonventionelle Wahl ist, aber eigentlich die genau richtige.

  • „Method Acting“ bis zum Tod

Er ist nicht mein Lieblingsschauspieler. Der Charakter ist nicht mein Liebling auf der bösen Seite. Den Film sehe ich eher kritisch. Alles zusammen passt aber perfekt zusammen. Heath Ledger als „Joker“ in Christopher Nolan´s „The Dark Knight“ – ein Meisterwerk! Ledger´s Leistung zeigt, was Schauspieler erschaffen können, wenn man ihnen genug Zeit und Freiheiten gibt. Um diesen Psychopathen möglichst realistisch zu spielen, nahm Heath Ledger Drogen, er schlief kaum und legte alle Anstrengungen in diese Rolle. Die Anstrengungen und weitere Lebensumstände führten nur leider zu seinem Tod im Jahr 2008. Was bleibt ist sein Lebenswerk als Schauspieler mit der Krönung als „Joker“. Für diese Leistung bekam er auch zu recht postum den Oscar als bester Nebendarsteller. Was seine Figur auszeichnet? Der Joker ist ein wahnsinniger Psychopath und damit das Gegenteil zum Anti-Helden „Batman“. Während Mr. Wayne immer versucht das richtige zu tun und sein Handeln hinterfragt, will der Joker nur komplettes Chaos. Ihm ist sogar vollkommen egal, ob er dabei selber draufgeht. Hier treffen die geballten Gegensätze aufeinander, fantastisch gespielt von zwei wunderbaren Schauspielern. Die gute Inszenierung durch Regisseur Christopher Nolan tut dann ihr übriges.

  • Große Leistungen, Film eher OK

Während Heath Ledger und die anderen schauspielerisch wirklich großes leisten und Nolan zu meinen Lieblingsregisseuren zählt, halte ich „The Dark Knight“ für eine guten Film, aber nicht für ein Meisterwerk. Das liegt vor allem daran, dass hier noch mehr möglich gewesen wäre, wenn der Film nicht „Batman“ hieße. Für mich ist das ein grundlegendes Problem mit Superhelden-Filmen, die in den meisten Fällen zu sehr an den Genre-Konventionen hängen. Selbst „Deadpool“ ist in seiner Grundgeschichte vollkommen 08/15, halt nur mit mehr Blut und bösen Sprüchen. „Batman“ hatte aber die besten Vorrausetzungen. Große Schauspieler, kreativer Regisseur etc. Den Erfolg kann man der gesamten Trilogie aber nicht absprechen. Nicht umsonst versucht Warner Bros. bei jedem Film den gleichen „Nolan/Snyder“-Look hinzubekommen. Auch wenn ich „The Dark Knight“ kritisiere, ist er immer noch einer der besten Superhelden Filme und das liegt auch ganz klar an Heath Ledger. Seine Leistung gehört zu den besten der Filmgeschichte und sein „Joker“ ist der beste Bösewicht aller Zeiten.

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