30 Wochen – 30 Filme – Nr.15

Nr.15Fragen

Die Hälfte ist geschafft! In Teil 15 der „30 Fragen“ gibt es heute die geballte Ladung Hass! Aber so viel kann ich verraten: Auch für die Fans der „Liebe“ ist heute etwas dabei. Eigentlich ist die aktuelle Frage zweigeteilt. Einerseits geht es um das absolute Hass-Genre, bei dem 99% der Filme für mich nicht anschaubar sind. Alle Jubeljahre kommt es dann aber doch vor, dass man sich an einen solchen Film herantraut. Meistens geht der Schuss jedoch nach hinten los und man fühlt sich in seiner Meinung bestätigt. Ab und zu tritt jedoch das Gegenteil ein. Damit sind wir auch beim zweiten Teil der Frage: „ Gibt es einen Film, den man dem Genre nach eigentlich hassen müsste, der einen aber trotzdem gefällt?“

  • Alle Formen des Hasses

Klären wir erst mal mein absolutes Hass-Genre. Zugegeben, da gibt es ein paar. Dumme Actionfilme á la Michael Bay, deutsche Gute-Laune-Til-Schweiger-Filme oder 08/15-Superhelden-Streifen, sind nur ein paar Beispiele. Ein wirkliches Genre was ich nicht leiden kann, nennt sich „Rom-Coms“ (oder auch Romantic-Comedy). Was mir daran nicht gefällt? Eigentlich ist dieses Genre das Gegenstück zur aktuellen Popmusik. Am Fließband produziert, keine großartigen Leistungen irgendwelcher Künstler, relativ günstig gemacht um viel Geld zu erwirtschaften und Innovation oder Kreativität fehlt meistens auch komplett. Aus diesen Gründen mag ich sowohl die moderne Chartmusik nicht, als auch das Filmgenre der romantischen Komödien. Es muss allerdings auch erwähnt werden, dass „Rom-Coms“ sehr schwierige Filme sind. Die größte Herausforderung des Kinos ist es nämlich, Emotionen beim Zuschauer auszulösen. Dabei ist die authentische Darstellung von „Liebe“ genauso schwierig, wie eine gute Komödie zu schreiben. Die meisten Filme scheitern an beiden Aspekten. Der Humor ist oftmals sehr seicht und harmlos, so dass nicht mal ein Lächeln über mein Gesicht kommt. Beim Thema „Liebe“ gehen die Streifen den Weg der Klischees. Immer wieder die gleichen Charaktere, mit den gleichen Emotionen und den gleichen Vorurteilen. Am Ende ergibt sich daraus das Motto: Kennste einen, kennste alle! Von dieser Regel gibt es jedoch Ausnahmen und mit Sicherheit kennt jeder einen solchen Film. Dieser weicht dann mal von der Norm ab, in dem er entweder sehr lustig ist oder tatsächlich mal eine gute Liebesgeschichte erzählt. Das Lustige dabei ist jedoch, dass mein heutiger Antwort-Film nicht dazu gehört.

  • Dies nennt man wohl „Guilty Pleasure“

In der Überschrift steht es schon und ihr kennt es bestimmt auch. Man schaut sich einen Film an, weiß dass er schlecht ist und trotzdem mag man ihn irgendwie. Warum weiß man jedoch selber nicht. So geht es mir mit „50 erste Dates“. Ich habe ja schon geklärt, dass ich „Rom-Coms“ wirklich nicht leiden kann und mit Sicherheit bin ich auch kein großer Adam Sandler-Fan. Jedoch hat der Film das gewisse etwas. Die Story ist einfach. Mann datet Frau, die nach einem Unfall jeden Tag ohne Gedächtnis aufwacht. Im Laufe der Zeit versucht jetzt der Mann alles, doch noch die Liebe in ihr zu erwecken, was natürlich trotz Gedächtnisverlust irgendwie funktioniert. Die Schauspieler (neben Sandler spielen noch Drew Barrymore, Rob Schneider, Sean Astin und Dan Aykroyd mit) sind allesamt OK, die Gags sind auf dem untersten Niveau angesiedelt und die Story voller Klischees. Trotzdem finde ich, dass der Film seinen Job ganz gut macht. Die Chemie zwischen den Hauptcharakteren stimmt zumindest und das Hawaii-Setting (mit u.a. Songs der Beach Boys) ist ganz nett anzusehen. Darüber hinaus schafft es der Film in ein paar Momenten kreativ zu sein, z.B. wenn es um die titelgebenden 50 Dates geht. Für den berühmten, verregneten Sonntagnachmittag sind die 95 Minuten wirklich zu empfehlen, auch wenn ich nicht wirklich begründen kann, warum mir „50 erste Dates“ tatsächlich so gut gefallen hat. Bei vielen anderen Vertretern des Genre, sag ich lieber „Finger weg“. Dann doch lieber Lieblingsfilm XY zum 100. Mal gucken.

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