30 Wochen – 30 Filme – Nr.12

Nr.12Fragen

Heute gibt es mal eine etwas andere Frage: „Nenne die 7. Bluray von rechts in deinem Regal?“ Das Beste dabei ist, ich muss mir mal keine Gedanken um die Antwort machen. Einfach nur vom Sofa aufstehen, zum Regal gehen, den Finger an die obere, rechte Ecke halten und abzählen – schon ist die Arbeit für diesen Samstag getan. Als ich mir heute Morgen die Frage angesehen habe, war ich schon etwas gespannt, über welchen Film ich euch heute berichten darf. Dann sah ich jedoch das Cover der Bluray und ein Grinsen kam über mein Gesicht. In den kommenden Zeilen geht es um die vielleicht absurdeste und lustigste Geschichtsstunde aller Zeiten.

  • Kein Respekt vor der Geschichte

Vielleicht konnte man es schon herauslesen, dass es heute um den Film „Mel Brooks – History of the World Part I“ geht. Im deutschen auch „Die verrückte Geschichte der Welt“ genannt. Die Story ist sehr simpel: Komiker und Regisseur Mel Brooks erzählt aus verschiedenen Epochen der Erde ein paar kleine Geschichten. Dabei sind diese entweder selbst erdacht oder basieren auf eine wahre Vorlage. Der Zuschauer durchlebt dabei in ca. 90 Minuten die Steinzeit, das Alte Testament, das römische Imperium, die spanische Inquisition und als letztes die Französische Revolution. Nun könnte man meinen, dass der Rest in „Part II“ erzählt wird. Diesen hat Mel Brooks jedoch nie gedreht, aber er gibt uns immerhin am Ende des Films einen kleinen Ausblick – mit „Hitler on Ice“ und „Jews in Space“. Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, kann man hier viel erwarten, aber mit Sicherheit keine historische Korrektheit. So wird z.B. eine ziemlich lustige Erklärung geliefert, warum es nur 10 Gebote gibt oder wie die ersten Ehen geschlossen wurden. Am Anfang konzentriert sich der Regisseur noch auf kleine Sketche, während spätere Abschnitte (besonders in Rom und Frankreich) ganze Geschichten erzählen. Eine Ausnahme besteht in der spanischen Inquisition. Dieses dunkle Kapitel der katholischen Kirche wird von Mel Brooks singend und tanzend präsentiert.

  • Vom Totlachen und Stirnrunzeln

„History of the World“ ist eine reine Komödie und man spürt in jeder einzelnen Sekunde, von wem dieser Streifen stammt. Mel Brooks Filme haben die Angewohnheit, dass die Story und die Charaktere nur Mittel zum Zweck sind. Was ist der Zweck? Natürlich die Gags im Sekundentackt. Hier kommt wirklich Witz auf Witz, was der Qualität natürlich nicht unbedingt förderlich ist. Viele eigentlich lustige Szenen gehen so sehr oft unter. Auf der anderen Seite ist die Chance natürlich sehr hoch einen guten Gag zu treffen, wenn man nur genug raushaut. Mel Brooks ist nämlich nicht wirklich der beste Regisseur unter der Sonne, aber dafür ein sehr guter Witze-Erzähler. Bei der „Abendmahl“-Szene mit Jesus z.B. merkt man wie gut das Comedy-Timing von ihm sein kann. Für mich ist das hier nicht der beste Film des Altmeisters („Blazzing Saddlers“ oder „The Producers“ sind weitaus bessere Filme und Komödien), aber trotzdem ist „Die verrückte Geschichte der Welt“ sehr gut anschaubar. Von mir gibt es eine absolute Empfehlung, für diese berühmten verregneten Sonntage, bei denen man vielleicht etwas leichtere Unterhaltung braucht.

2 Comments

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s