Top 15 Games: #1 Final Fantasy IV

Top_FF4

Erscheinungsjahr: 1991 (mehrere Remakes)

Herkunft: Japan

Publisher/Entwickler: Square

Plattformen: SNES (auch auf PS1/PSP/GBA/DS/PC)

Nach über einem Jahr sind wir endlich auf dem Gold-Rang angekommen! Heute stelle ich euch das beste Spiel aller Zeiten vor, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach. Für die meisten wird die Spielereihe des Erstplatzierten jetzt keine große Überraschung sein, denn „Final Fantasy“ gehört mit Sicherheit zu den beliebtesten Spieleserien weltweit. Die meisten werden jedoch eher Teil 6,7 oder 10 als ihren Liebling ansehen. Für mich bleibt jedoch das vierte Abenteuer unerreicht. Es wird also Zeit diesem fantastischen RPG die Ehre zu ehrweisen, die es verdient hat. Auf zum großen Finale meiner „Top 15 Videospiele aller Zeiten“!

  • Kleiner Junge, großes Rollenspiel

Gleich zu Anfang muss ich eingestehen, dass ich das wirkliche Original nie spielen konnte. Diese Tatsache ist dadurch geschuldet, dass ich während des Release für den SNES -4 Jahre alt war. Nun kann man natürlich nix für sein Alter, aber zum Glück tun die Publisher alles dafür, dass man die großen Perlen der Geschichte nochmal nachholen kann. Als kleiner Knirps konnte ich somit „Final Fantasy IV“ auf dem Game Boy Advance zocken. Dieses Remake würde ich auch empfehlen (wenn kein Super Nintendo vorhanden ist), da es eigentlich eine 1:1 Kopie ist. Die anderen Neuauflagen (z.B. für die Playstation oder für den PC) setzten das Setting in eine eher unschöne 3D-Umgebung. Für das richtige Feeling braucht man jedoch nicht mehr als 16-Bit. Bevor ich FF4 spielen konnte, war meine Erfahrung mit RPG´s eher bescheiden. Abgesehen von Pokémon habe ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch nie ein wirkliches Rollenspiel gezockt. Jetzt wurde ich direkt mit einem Mamut-Rollenspiel konfrontiert und es heißt „hop oder top“! Entweder das Spiel zieht mich in seine Welt oder es wirkt in meinem kindlichen Leichtsinn einfach nur langweilig. Damit würde ich wahrscheinlich über Jahre kein Final Fantasy oder ähnliche Games anfassen. Zum Glück wurde ich von der Spielwelt, den Charakteren, dem Gameplay und allem anderen richtig gepackt und über Wochen gab es für mich nix anderes als „Final Fantasy IV“!

  • Warum Platz Eins?

Natürlich muss ich jetzt mal ein paar Argumente liefern, warum gerade der vierte Teil der japanischen Reihe auf meiner Liste ganz oben steht. Das größte Argument ist natürlich die schon weiter oben erklärte Nostalgie. Darüber hinaus kann man FF4 aber auch noch heute spielen, ohne irgendwelche Abstriche machen zu müssen. Die Grafik ist natürlich mit ihrem 16-bit Stil einfach zeitlos. Entgegen anderer Klassiker muss man hier also keine Angst vor Augenkrebs haben. Ganz im Gegenteil: Genauso wie andere Spiele dieser Ära (Terranigma, Chrono Trigger usw.) versprüht die Grafik auch im Jahr 2017 noch ihren ganz eigenen Charme. Auch in Sachen Spielwelt und Setting setzt FF4 neue Akzente. Man kämpft sich zwar auch stundenlang durch Wälder und Höhlen, aber es gibt auch einige Highlights z.B. die Fights unter der Erde, in einem riesigen Roboter und auf dem Mond! Die wunderschöne Geschichte gibt einem dann den Rest für das eigene Rollenspiel-Glück. Hauptcharakter Cecil ist eigentlich schon am Anfang des Spiels der endgültige Held. Er ist Anführer einer Luftschiff-Einheit und kämpft für den Herrscher seines Königreichs. Da wo andere Spiele also aufhören, fangen wir erstmal an. Cecil merkt jedoch schnell, dass er auf der falschen Seite steht. Durch ein schreckliches Ereignis im Dorf „Nebel“ wendet er sich gegen seinen Arbeitgeber und versucht fortan auf der guten Seite zu kämpfen. Im Laufe der Story trifft er weitere Kameraden, die wahre böse Seite gibt sich immer weiter zu erkennen und auch Cecil kämpft weiter gegen seine inneren Dämonen. Somit gibt es auch relativ am Anfang einen unglaublichen Kampf: Cecil entwickelt sich durch seine Umstellung von einem „Dunkelritter“ zu einem „Paladin“. Um diese Entwicklung abzuschließen muss man nun gegen seine eigene Dunkelheit kämpfen, in dem man nicht angreift! Spätestens nach diesem Zeitpunkt merkt jeder, dass hinter der einfachen Fassade, eine unglaublich spannende und emotionale Geschichte steckt. Ich will natürlich nicht zu viel verraten, aber der Statuswechsel des Hauptcharakters bleibt bei weitem nicht der einzige Plot-Twist im Spiel.

  • Schwächen? Rein subjektiv!

Ein weiteres Highlight ist das Gameplay. Das rundenbasierte Kampfsystem funktioniert perfekt und die Lernkurve ist genau richtig. Besonders die Boss-Battle können schon mal anspruchsvoller werden, besonders für RPG-Neulinge. Natürlich gibt es auch hier eine ganz offensichtliche Schwäche, nämlich dieselbe wie in fast jedem Final Fantasy. Das Zauberwort heißt „grinden“, also das immer wieder kehrende bekämpfen von random Gegnern um im Level aufzusteigen. Hier gilt einfach man hasst es oder man liebt es. Ich persönlich habe nix gegen diese Spielmechanik, wenn einem das Spiel auch dafür etwas zurück gibt. Hier bekommt man sogar richtig viel für die endlosen Stunden „Kampf“. Die tolle Story und die mächtigen Endbosse sollten einen wirklich gut bei Laune halten. Für mich ist Final Fantasy IV wirklich reine Perfektion. Es gibt eigentlich keinen Aspekt im Spiel der mich nervt. Dieses Game kann ich alle paar Jahre wieder in den verschiedenen Versionen durchspielen und ich habe immer wieder unglaublich viel Spaß dabei. Wer mal wieder Lust auf ein Oldschool-RPG hat und diese unterschätze Perle noch nicht gezockt hat, kann FF4 gerne mal ausprobieren. Wenn ihr erst mal in der Story drin seid und den Charakteren Zeit für ihre Entwicklung gibt, dann erwartet euch eines der besten Rollenspiele aller Zeiten.

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