30 Wochen – 30 Filme – Nr.6

Nr.6Fragen

Es gibt wahrscheinlich kaum etwas, was mehr persönliche Filmnostalgie hervorbringt, als die Frage: „Welchen Film hast du als erstes im Kino gesehen?“ Tatsächlich musste ich etwas darüber nachdenken, bis es mir wieder eingefallen ist. Es war im Jahr 2000. Meine ältere Schwester und ich waren im örtlichen Kino um den neuen Disney-Zeichentrickfilm zu sehen. Schon damals war eigentlich alles wie heute: Kaltes Getränk, Popcorn und viel zu lange Werbung. Leider blieb mir mein erstes Kinoerlebnis in nicht so guter Erinnerung, dass lag aber nicht am Film.

  • Filmgeschmack von Anfang an

Um welchen Film geht es denn hier überhaupt? Vielleicht kennt ja der ein oder andere noch „Ein Königreich für ein Lama“. Für alle anderen erzähl ich mal kurz die Story: König Kuzco regiert über sein Reich der Imka. Allerdings ist er nicht gerade ein guter Herrscher. Ziemlich arrogant kommt er daher und besonders hasst ihn die Hexe Yzma. Diese versucht ihn auch zu töten, jedoch vermasselt ihr Diener Kronk das Attentat und dadurch landet der König nicht im Grab, sondern als Lama bei dem Bauern Patcha. Während seiner Tier-Zeit erlebt er das einfache Volk und entwickelt somit eine nettere Persönlichkeit. Das Ganze endet natürlich in einem tollen Disney-Happy-End. Auch heute ist der Film noch super anschaubar, egal ob für jung oder alt. Man ist es ja von den richtig guten Zeichentrickfilmen gewöhnt, dass damit sowohl Kinder als auch Erwachsene Spaß haben können, weil verschiedene Humor-Ebenen angesprochen werden. „Ein Königreich für ein Lama“ versprüht über die kurzweiligen 75 Minuten eine sehr einfache Art von Humor. Der Witz kommt meistens durch Slapstick und den überdrehten Charakteren. Damit kann eigentlich jeder Spaß haben, auch wenn der gesamte Film natürlich nicht an die großen Meisterwerke von Pixar und Disney rankommt.

  • Das Kindheitstrauma

Mein erstes Kinoerlebnis hätte so schön sein können, wäre es nicht zu einer eher blöden Situation gekommen. Tatsächlich habe ich ein paar Minuten des Films verpasst, weil ich wohl den Tag über etwas Falsches gegessen habe. Lange Rede, kurzer Sinn. Bei meinem ersten Kinobesuch musste ich mich irgendwann übergeben. Bis heute hat mich dieser Tag geprägt. Zum Glück gab ich dem Kino keine Schuld, denn es wäre sehr schade gewesen, wenn ich danach keine Lust mehr auf Filme gehabt hätte. Allerdings verzichte ich im Kino bis heute auf Popcorn, weil in meinem Gedächtnis dieser verdammte Mais an meiner Übelkeit Schuld war. Besser als das Popcorn war jedoch der Film, welchen ich eigentlich auch noch 17 Jahre später jedem empfehlen kann.

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