Top 15 Games: #5 GTA San Andreas

Top_GTA

Erscheinungsjahr: 2004

Herkunft: U.S.A.

Entwickler / Publisher: Rockstar North / Take 2

Plattformen: PS2 / Xbox / PC

„Grand Theft Auto“ – Drei Worte, welche Musik in den Ohren aller Gamer sind. Seit dem die Serie in die dritte Dimension vorgedrungen ist, gehört GTA zu den meistverkauften und am besten bewerteten Videospiel-Serien der Welt. Der Ableger des 3. Teils „San Andreas“ war mein persönlicher Einstieg. Allerdings nicht nur in den Mythos GTA, sondern auch in die Welt der Videospiele für Erwachsene. Wobei ich damals natürlich noch viel zu jung für diese Art von Spielen war. Trotzdem war das Game nach Pokémon, Zelda, Mario und Co. eine richtige Offenbarrung. Seit dem hat „GTA: San Andreas“ einen Platz in meinem Gaming-Herzen und ist auf Platz 5 meiner Lieblingsspiele aller Zeiten.

  • Ballern, einfach ballern

Worum geht es eigentlich? Wir spielen CJ, einen Afroamerikaner aus einem typischen „Ghetto“, mit vielen unterschiedlichen Gangs, der Liebe zu Hip-Hop und aberwitzigen Charakteren. CJ und seine Freunde müssen sich im harten Gang-Alltag beweisen und darum dreht sich auch die Story im Spiel, welche für mich aber eher zweitrangig war. Bis zum fünften Teil der Serie habe ich noch nie eine GTA-Story zu Ende gespielt. Viel mehr Spaß machen da die ganzen Nebenmissionen. Ob zu Wasser, in der Luft oder in Fahrzeugen aller Art – Die Missionen von GTA waren damals richtig abwechslungsreich und hatten einen großen Hang zur Ausgefallenheit. Im Allgemeinen war „San Andreas“ deutlich verrückter als seine modernen Nachfolger. Da konnte es schon mal vorkommen, dass man z.B. einen Flammenwerfer ganz ohne Cheats in einer Gasse finden konnte. Der hohe Gewaltgrad war natürlich damals schon bekannt, was es für mich und meine Freunde deutlich reizvoller gemacht hat, das Spiel zu zocken. Wirklich geschadet hat es mir als 12/13 Jähriger jedoch nicht. Glaub ich zumindest.

  • Open Chaos

Die Story und die Atmosphäre von „San Andreas“ konnten also durchaus punkten. Dazu die liebevollen, verrückten Charaktere und abwechslungsreiche Nebenmissionen und schon hat man ein tolles Game. Für mich hat damals allerdings die Welt den großen Unterschied zu anderen Spielen gemacht. Nicht nur das man überall hin gehen konnte, man konnte auch alles machen. Wirklich alles! Autos klauen, Leute mit Messern attackieren oder wahnwitzige Stunts mit dem Motorrad hinlegen. Dies alles ist in der Realität natürlich nicht vorstellbar und nicht gerade erstrebenswert. In GTA konnte der Spieler jedoch alles einmal ausprobieren ohne irgendwelche großen Konsequenzen zu fürchten. Ganz im Gegenteil. Es machte unendlich viel Spaß diese verbotenen Dinge zu tun und möglichst viele Polizei-Sterne zu sammeln. Hat man diese erst mal voll, ist nämlich das gesamte Militär hinter einem her und man kämpft entweder in „Rambo“-Manier als Ein-Mann-Armee oder man aktiviert einen der vielen Cheats. Die berühmten Cheat-Listen gingen bei uns früher in der Schule rum und es machte unglaublichen Spaß mit allen Waffen durch die Stadt zu wüten, mit einem Monster-Truck durch die Straßen zu fahren oder auch in Zeitlupe die Leute zu verprügeln. Moralisch vielleicht verwerflich, aber selbst ich als Kind bzw. Jugendlicher habe schon verstanden, dass das Spiel natürlich vollkommen überzogen ist und einfach ein großer, digitaler Spielplatz ist.

  • Für immer legendär

„GTA: San Andreas“ hat zusammen mit dem vorher erschienen 3.Teil und dem Nachfolger „Vice City“ die Serie und das Genre geprägt. In den weiten Jahren erschienen unzählige Klone, welche alle nicht an das Original rankamen. Es führte neue Spielmechaniken ein (z.B. das zu fett werden durch ungesundes Essen im Spiel) und war für mich damals so etwas wie der heilige Gral. Unzählige Stunden habe ich in San Andreas verbracht und die meiste Zeit eigentlich nur Chaos verursacht. Heute ist natürlich der neuste Teil in einigen Dingen viel besser, allerdings ging auch etwas dieser „Random“-Faktor verloren. In GTA V kann man Tennis und Co. spielen, eine schöne und sozialkritische Geschichte erleben, weiterhin viel Chaos anrichten und natürlich im Online-Modus viel Spaß haben. Jedoch fehlt mir halt der „Flammenwerfer in der Gasse“. Auch wenn sich dieser Satz falsch anhört, hoffe ich, ihr wisst was damit gemeint ist. Außerdem hat mich „San Andreas“ als Spieler geprägt. Ich habe gelernt zu schießen, zu „fahren“ und nebenbei habe ich auch noch ein bisschen amerikanische Sozialkritik mitbekommen. Es war mein Eintritt in die erwachsene Welt der Games. Am Ende ist „Grand Theft Auto: San Andreas“ für mich eines der besten Spiele aller Zeiten und das wird es auch für immer sein, egal wie großartig noch die weiteren Teile werden.

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