Review: Guardians of the Galaxy Vol. 2

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Erscheinungsjahr: 2017

Herkunft: U.S.A.

Regie: James Gunn

Studio: Disney, Marvel Studios

Die vielleicht meist erwartete Superhelden Fortsetzung des Jahres kam letzte Woche in die deutschen Kinos. Ich habe mir den Film ohne große Erwartungen angesehen, da ich nicht unbedingt der größte Fan des ersten Teils war. Nach den 136 Minuten und einen Tag zum Überlegen, kann ich jetzt meine Gedanken zum Film niederschreiben. Sowohl positiv, als auch negativ…

  • The Guardians are back!

Beginnen wir mit der Geschichte. In der ersten Hälfte des Films wird sich der geneigte Kinogänger eine Frage stellen: Worum geht es hier eigentlich? Hier wird eher der Alltag der Guardians gezeigt, als eine richtige Story aufzubauen. Erst später entwickelt sich etwas, um dann später im großen Finale zu enden. Die aberwitzigen Charaktere aus dem ersten Teil sind natürlich wieder dabei. Starlord, Gamora, Drax, Rocket und Groot (diesmal als Baby-Version) streifen als die „Guardians of the Galaxy“ durch das Universum und versuchen weiterhin miteinander auszukommen. Dazu kommen ein paar neue und altbekannte Personen dazu, welche den Hauptprotagonisten aber in nichts nachstehen. Die Charaktere sind auch ein großer Pluspunkt bei Guardians of the Galaxy 2. Ähnlich wie im ersten Teil kann man diese nur mögen und sympathisch finden, zumindest wenn man mit der Art zu Recht kommt. Jeder von ihnen ist „Badass“ und hat zu jeder Situation den passenden Spruch. Bei anderen Filmen macht man aus diesen Charakterzügen einen coolen „Sidekick“, bei den Guardians ist jeder so drauf. Für den Großteil der Kinozuschauer mag das toll sein, allerdings kann ich auch verstehen, wenn dem ein oder anderen die Retter des Universums schnell auf die Nerven gehen. Besonders Baby-Groot (so putzig und süß er auch ist) hat die vielleicht witzigsten, aber auch nervigsten Szenen im ganzen Film.

  • Alles für die Pointe!

Guardians of the Galaxy explodiert nur so von Humor, Blödeleien, absurden Sprüchen und witzigen Anspielungen. Man kann die gesamte Laufzeit eigentlich nicht überstehen, ohne ein einziges Mal gelacht zu haben. Ob die Flut an Witzen jetzt zu viel oder gerade richtig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Gerade diese Gagquote macht den Film jedoch aus und dadurch wirkt er auch wunderbar kurzweilig. Die mehr als zwei Stunden sind wirklich sehr schnell vorbei und „Längen“ gibt es eigentlich nicht. Das alles macht die Popularität des Franchise aus, hat jedoch einen großen Nachteil. Egal wie spannend die Szene gerade seien soll, egal wie sehr sich bemüht wird den Charakteren Tiefe zu geben, der Kinozuschauer kann sich sicher sein: Der nächste Witz kommt eh gleich. Dadurch wirkt es auf mich so, als würde man das eigene Universum nicht ernst nehmen und das ist ein Todesurteil für jeden Fantasy-Film. Teil zwei macht es jedoch ein bisschen besser als sein Vorgänger. Wurde der Endboss von Teil eins noch durch eine dumme Tanzszene besiegt, so versucht sein Nachfolger wenigstens im Finale die Ernsthaftigkeit zu behalten. Die Folge ist eine deutlich gesteigerte Spannung und mehr Emotionalität in den einzelnen Szenen. Gut gemacht, könnte man jetzt meinen. Leider schafft es Regisseur James Gunn das Ganze nicht konsequent durchzuziehen und so wurde auf den ein oder anderen dummen Witz im Finale nicht verzichtet. So etwas ärgert mich nicht nur im Kinositz, sondern auch noch Tage danach.

  • Es bleibt Geschmacksache

Das Fazit könnte nicht einfacher sein: Wer Teil 1 mag, muss sich absolut keine Sorgen machen. Wer schon mit dem Vorgänger nichts anfangen konnte, bleibt besser von Teil 2 weg. Ich persönlich bin zwiegespalten. Eigentlich möchte ich diese Truppe mögen. Bei ein paar Gag´s musste ich wirklich laut auflachen und auch das „Look and Feel“ (besonders der Soundtrack!) gefällt mir eigentlich sehr gut. Damit mich eine emotionale, fiktive Geschichte jedoch begeistern kann, muss ich das Universum zu jeder Zeit ernst nehmen können. Leider bleibt mir Guardians of the Galaxy Vol. 2 das schuldig. Wen das nicht stört, kann herrlich viel Spaß im Kino haben. Für mich bleibt am Ende nur ein: „Der Film ist gut, aber…“ (Wie bei jedem Marvel Film: Sitzen bleiben, After-Credit-Szene! Diesmal sogar fünf davon.)

Pro:

  • Symphatische Charaktere
  • Stellenweise überragender Humor
  • Großartige Optik und cooler Soundtrack

Contra:

  • Witze an den falschen Stellen
  • Story relativ belanglos
  • Nicht ernst zu nehmende Charaktertiefe

Wertung – Guardians of the Galaxy Vol. 2 – 7/10

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