Review: Kong: Skull Island

Review_Kong

Erscheinungsjahr: 2017

Herkunft: U.S.A.

Regie: Jordan Vogt-Roberts

Studio: Warner Bros. / Legendary Pictures

Als ich zum ersten Mal den Trailer zum neuen King Kong gesehen habe, kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Kong trifft auf Apocalypse Now: Mindblowing! Jetzt musste ich natürlich herausfinden, ob der Film das hält, was der Trailer verspricht. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass man am Ende im Kinosessel etwas enttäuschend da sitzt.

  • Gib den Affen Bomben

Der Film beginnt direkt damit, einen großen Fehler des letzten „Monster-Movie“ Godzilla zu umgehen, indem nach nicht mal 5 Minuten der große, böse Affe zu sehen ist. Während bei der radioaktiven Echse erst lange das Monster und die wahre Gefahr aufgebaut wurde, klatscht einem King Kong seinen Superstar fast jede Minute auf die Leinwand. Nach dem spektakulären Anfang wird erstmal die Story etabliert. Die Forscher Bill Randa (John Goodman) und Houston Brooks (Corey Hawkins) überzeugen einen Politiker die unerforschte Insel „Skull Island“ zu erkunden. Da diese von einem großen Sturm umringt ist, muss das Forscherteam von einer Truppe Militärhelikopter auf die Insel gebracht werden. Leiter dieser Einheit ist Preston Packard (Samuel L. Jackson), welcher nach dem gerade verlorenen Krieg in Vietnam in einer Art Sinneskrise steckt. Die anderen Piloten wollen allerdings eher wieder in die Heimat, als auf eine verlassene Insel. Den Cast perfekt macht ein Kampfsport-Färtenleser namens James Conrad (Tom Hiddleston) und eine Kriegsfotografin namens Mason Weaver (Brie Larson). Alle zusammen fliegen durch den Sturm und werfen erstmal „Forschungsbomben“ auf die Insel. Natürlich bleibt davon einer nicht unbeeindruckt. King Kong tritt in Erscheinung und holt die Helikopter erstmal vom Himmel. Ab diesen Zeitpunkt trennen sich die Wege der Protagonisten. Die Armee-Typen wollen den Riesenaffen töten, während die anderen auf den 2. Weltkriegs-Piloten Hank Marlow (John C. Reilly) treffen. Dieser erklärt ihnen dann die wahren Hintergründe von Kong.

  • Der König von seiner besten Seite

Mehr möchte ich von der Geschichte gar nicht erzählen. Nur so viel: Wer den Klassiker neu erleben will, wird hier eher enttäuscht. Zwar gibt es mit Brie Larson´s Charakter eine „weiße Frau“, aber der 100-Meter King Kong wird nicht von den Menschen eingefangen und klettert auch nicht auf das Empire State Building. Dafür erlebt man eine neue Geschichte. Man erfährt mehr Hintergründe über Kong und auch alle anderen Charaktere haben für einen Blockbusterfilm sehr viel Tiefgang. Ihre Handlungen sind zur jederzeit verständlich, auch wenn der absolut fantastische Cast hier nicht ihr ganzes Können zeigen muss. Egal ob Jackson, Larson oder Hiddleston – alle spielen ihre Rollen solide bis gut. Mehr als gut sehen die beiden Hauptsachen des Films aus: „Skull Island“ ist wunderschön und wirkt zumindest nicht komplett so, als wäre die Insel frisch aus dem PC gekommen. Der Affe an sich, sieht meiner Meinung nach fast perfekt aus. Allerdings merk fast jeder hier, dass das CGI-Budget fast komplett in den Hauptcharakter geflossen ist. Andere Monster oder Pflanzen sehen zwar gut aus, kommen aber nicht auf das Niveau des Riesenaffens. Eine große Überraschung gab es dann doch noch. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt die Regisseure vor dem Kino zu googeln (bzw. zu ImdB’en). Mr. Vogt-Roberts war mir vor diesem Film vollkommen unbekannt, aber den Namen werde ich nicht so schnell vergessen. Besonders in der ersten Halbzeit des Films merkt man förmlich seine Begeisterung für dieses Projekt. Der 70er Jahre Soundtrack vermischt sich perfekt mit den Bildern und die Kamera ist immer dynamisch, aber nie hektisch. Die Leinwand wirkt zu keinem Zeitpunkt überladen und bei vielen Schnitten wurde wirklich überlegt, wie man zur nächsten Szene kreativ hinleiten kann. Dazu kommen immer mal wieder kleine, aber raffinierte Ideen und natürlich etliche Filmreferenzen. Die offensichtlichste ist natürlich „Apokalypse Now“.

  • So will ich Blockbuster 2017

Der Film kann mehr als nur King Kong in der untergehenden Sonne zu zeigen. Er schafft es, fast allen Charakteren Leben einzuhauchen und die altbekannte Geschichte neu (und vor allem anders!) zu erzählen. Das alles ist jetzt nicht auf aller höchstem Niveau. Es gibt ein paar unnötige Szenen, der wirkliche Feind im Film interessiert einen überhaupt nicht und vielleicht ist dem ein oder anderen auch zu viel Pathos dabei. Trotzdem macht „Skull Island“ seine Sache richtig gut. Dieser Blockbuster unterhält gut, ist nicht nur für den dümmsten Kinozuschauer gemacht und hat eigentlich in keiner Kritik-Kategorie versagt. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich brauchte diesen Film. Ein Mainstream-Film der einfach nur seine Erwartungen hält. Letztes Jahr gab es viele negativ Beispiele in diesem Bereich. „Kong: Skull Island“ verspricht dir ein Abenteuer, einen großen Affen, ein bisschen Apokalypse Now und kurzweilige Unterhaltung. Genau das bekommt ihr, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Übrigens: Einen guten Humor und die ein oder andere blutige Szene hat der Film auch noch zu bieten. (Achtung: Sitzen bleiben! Es gibt eine After-Credit-Szene)

Pro:

  • Einfach großartige Regie-Arbeit
  • Kong sieht besser aus denn je
  • Neuer Plot und gute Schauspieler

Contra:

  • Soundtrack wird überstrapaziert
  • Ab und zu mittelmäßiges CGI
  • Ein paar überflüssige Szenen

Wertung – Kong: Skull Island – 7,5/10

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