Weekend Stuff #9

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Neue Woche, neuer Sonntag, neues Glück! Dieses mal versuche ich einen Überblick zu dem Thema Playstation VR zu geben, welches in dieser Woche den Release gefeiert hat. Ist Sony´s neue Hardware ein großer Flop oder die wirkliche „next generation“? Dazu gibt es den üblichen Rundumschlag über die Kinostarts der Woche u.a. mit einem toten Harry Potter! Los geht´s in 3,2,1… ähh…viel Spaß.

  • Billig oder will ich?

Endlich! In dieser Woche bekamen alle Vorbesteller ihr lang ersehntes Paket. Playstation VR ist gestartet und gilt als die große Hoffnung der „Virtual Reality“-Anhänger. Zu erst einmal ein kleiner Überblick, was das neue Stück Hardware überhaupt ist. PSVR ist mit einem Preis von 399€ gelauncht und ist damit das günstigste der drei großen Anbieter (Oculus Rift 699€ / HTC Vive 899€). Außerdem hat es den Vorteil der verbreiteten Hardware (PS4), da man für die anderen Geräte einen sehr guten PC benötigt. Der niedrige Preis hat natürlich auch einen Nachteil: PSVR ist technisch der Konkurrenz unterlegen. Keine Rundumsicht, weniger Auflösung und schlechteres Tracking der Brille und des Controllers. Dazu muss auch noch erwähnt werden, das die Playstation Kamera zum Spielen dringend benötigt wird (die Move-Controller sind auch empfehlenswert). So viel zur Hardware, kommen wir zu der Software: Zum Start gibt es insgesamt 50 Games zum (an-)zocken. Titel wie z.B. RIGS, Rez oder Thumber stehen von Anfang an zur Verfügung. Zu den 50 Spielen zählen allerdings auch viele Demos oder „Experiences“ (z.B. Resident Evil 7, Arkham VR). Diese eher kleinen Spiele haben leider einen großen Haken: Der Preis. Zwar sind viele der Demos kostenlos, aber schon winzige „Experiences“ reißen ein tiefes Loch in das eigene PSN-Guthaben. Ein Beispiel gefällig? Batman VR kostet knapp 20€ und hat ca. 1,5 Stunden Spielzeit. So kann man auch die treusten Kunden verärgern, welche sich schon zum Start die Brille gekauft haben und jetzt auf Spiele angewiesen sind. Zu empfehlen sind da schon eher die Spielesammlungen. VR Worlds ist eine solche. Für 45€ (leider auch kein Schnäppchen) bekommt man einige nette Spiele, welche die neue Technik meist sehr gut nutzen. Am Ende muss ich sagen, dass ich ganz Stolz auf mich selber bin. Seit dem Tag an dem man PSVR vorbestellen konnte, überlegte ich mir das Geld zu investieren. Durch die starke Berichterstattung und durch meinen letzten Test der Brille vor wenigen Wochen, habe ich zwar größere Lust an VR wie jemals zuvor, allerdings sehe ich auch die großen Schwächen zu Beginn. Ich hoffe jetzt einfach darauf, dass es genug Käufer zu Anfang gab (es sollen ja schon mehrere hunderttausend sein), damit die Publisher weiter tolle Spiele entwickeln. Dann liegt spätestens an Weihnachten 2017 ein VR-Headset unterm Baum.

  • Wunderschöner Kinoherbst

Mitte Oktober geht es in den Lichtspielhäusern der Republik heiß her. Ich möchte euch aber hier einen eher kleineren Film vorstellen. „Swiss Army Man“ ist einer dieser Filme, bei dem sich der Regisseur wohl gedacht hat: „Alles ist Scheiße, ich mach jetzt mal etwas vollkommen anderes!“. Und was soll man sagen, es ist ihm gelungen. Es geht um einen Mann namens Hank, welcher auf einer einsamen Insel strandet. Als er schon mit seinem Leben abschließt, wird eine Leiche angespült. Diese wird gespielt von Harry Potter. Ich meine natürlich Daniel Radcliffe. Als der Tote bei näherer Betrachtung erstmal einen ordentlichen Furz ablässt, weiß das ganze Kino, in welche Richtung die nächsten 90 Minuten gehen werden. Und ja, viele der Gags sind nur einfache Witze unter der Gürtellinie. Beispielsweise kommt Hank irgendwann darauf, dass die Erektion der Leiche ein Kompass ist. Zum Totlachen! Sorry, für diesen schlechten Wortwitz. Der Film bietet aber noch mehr. Manchmal wird er schon fast melancholisch. Ich sag nur, ein Gespräch über Masturbation wurde in der Menschheit noch nie so tiefgründig geführt. Solche Grotesken haben natürlich immer Befürworter und Hater. Das spiegelt sich auch in den Wertungen wieder. Bei ImdB liegt der Film aktuell mit einer Punktzahl von 7,2 im oberen Drittel. Ein bisschen schlechter sieht es bei Rotten Tomatoes aus (67%). Das es auch ganz schlecht ausfallen kann, zeigt mein Kinobesuch in der Sneak Preview. Dort kann jeder Besucher den Film bewerten und in der nächsten Woche gibt es dann jeweils ein Ergebnis. Die meisten Leute haben den Film entweder als fantastisch oder als komplett schlecht empfunden. Ich freue mich immer, wenn sich das Kino etwas neues traut und mag auch das Genre der Groteske. Die Bluray ist also eigentlich schon gekauft.

Weitere Kinostarts (in Klammern die ImdB-Wertung):

  • Inferno – Tom Hanks kombiniert sich zum Dritten Mal durch eine Dan Brown-Romanverfilmung (6,6)
  • American Honey – Mädchen aus Trailerpark geht auf großen Roadtrip mit Shia LaBeouf (7,3)
  • Affenkönig – Alter Herr will es krachen lassen, seine Freunde bringen jedoch ihre Familien und Sorgen mit zur Feier (/)

Das war es mit dem „Weekend Stuff Nr. 9“. Nächste Woche gibt es dann endlich die Klassik-Review und das große Jubiläum zum 10ten Teil dieser Kategorie. Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und guten Start in die nächste Woche. Bis bald.

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