Preacher (die Serie)

Review_Preacher

Erscheinungsjahr: 2016

Herkunft: U.S.A.

Studio: Amazon Series

Amazon nimmt den Kampf gegen Netflix auf und entwickelt seit einiger Zeit selber eigene Serien. Beispiele dafür sind etwa „Mr. Robot“  oder „The man in the high castle“. Die neueste exklusive Serie ist „Preacher“. Basierend auf einen Comic von Garth Ennis  (den ich leider nicht gelesen habe) versuchen die Macher auf der Welle von Marvel und DC mitzureiten. Aber ist das auch gelungen ?

  • Es geht um Priester (-captain obvious-)

Bislang ist ungefähr die erste Hälfte der 1.Staffel auf Amazon online. Für Prime-Kunden übrigens kostenlos. Die Story handelt von Jesse (Dominic Cooper), ein Prediger in einer Kleinstadt irgendwo in Texas. Dieser versucht seine Vergangenheit zu vergessen und den Menschen im Ort zu helfen. Allerdings mit wenig Erfolg. Als seine ehemalige Freundin und „Kollegin“ Tulip (Ruth Negga) erscheint und ihm einen Coup anbietet, ist Jesse kurz davor wieder in sein altes Leben zurück zukehren. Bevor er allerdings seinen Rücktritt im Gottesdienst bekannt gibt, wird er von einem mysteriösen Geist befallen und bekommt übermenschliche Kräfte. Diese entdeckt Jesse langsam für sich zu nutzen und die Abenteuer des Priesters, seiner hippen Freundin und dem Vampir Cassidy (Joe Gilgun) können losgehen. Was der irische Blutsauger mit allem zutun hat, weiß ich leider auch nicht. Er ist aber eine verdammt großartige Figur.

  • Tarantino, bist du es ?

Die gesamte Serie besticht durch einen coolen und einzigartigen Look. Am ehesten zu vergleichen mit True Detectiv. Außerdem merkt man an jeder Ecke die Produzenten, Autoren bzw. Regisseure: Seth Rogen und Evan Goldberg. Viele offene und blutige Gags sind dadurch natürlich vorhanden, aber auch versteckte Späße im Hintergrund sind oftmals zu entdecken. Beispielsweise läuft ein Fernseher in dem über den Tod von Tom Cruise berichtet wird. Getötet durch den Geist den Jesse später in sich trägt. Besonders Fans von Gewalt a la Tarantino und Rodriguez kommen auf ihre Kosten. Wer allerdings intelligenten und verschrobenen Humor, eine Geschichte mit Plottwists an jeder Ecke und Charaktere mit Tiefgang erwartet, der sollte sich eher auf andere Serien beschränken.

  • Superhelden sind tot, es leben die Superhelden!

Für mich waren die letzten DC und Marvel Filme meist sehr enttäuschend. Auch andersartige Movies wie Deadpool konnten mich nicht überzeugend. Zu oft war die Formel abzulesen. Deshalb ist mein größter Pluspunkt bei Preacher, das es sich nicht wie eine Superhelden Serie anfühlt. Groteske Story, einfache und sympathische Figuren und dazu noch der fantastische Look = eine tolle Serie. Die Fähigkeiten des Priesters sind da nur ein Zusatzpunkt, ohne den „Helden“-Regeln untergeworfen zu sein. Wenn die Geschichte sich weiter gut entwickelt und keine 08/15 Plots enstehen, dann wird die Serie auch weiterhin ein absoluter Knaller. Die Macher haben die Chance ein unkonventionelles und abgedrehtes Franchise zu etablieren und bei einem großen Erfolg den typischen Superhelden gepflegt den Mittelfinger zu zeigen. Zum Abschluss gibt es noch den Trailer zu der ersten Folge:

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