Whiskey, Tango, Foxtrot

Review_WTFMovie

Erscheinungsjahr: 2016

Herkunft: U.S.A.

Studio: Paramount Picture

Regie: Glenn Ficarra, John Requa

Nach gefühlten Ewigkeiten war ich mal wieder in einer „Sneak Preview“ und habe zwei Stunden später wieder gemerkt, warum ich die letzten Jahre öfter dort war, als in normalen Kinofilmen. „Whiskey, Tango, Foxtrot“ (im Original: „The taliban shuffle“) ist ein Musterbeispiel für einen ganz guten Film, den man niemals einfach so schauen würde. Natürlich auch den hohen Ticketpreisen geschuldet. Hier meine Kritik…(ohne Spoiler)

  • Deutscher Filmtitel, mal in gut!

Der Film beginnt mit einer riesigen Party mitten in Afghanistan. Diese wird dann leider durch eine Bombe in der Nähe gestört und die anwesenden Journalisten gehen sofort an die Arbeit und berichten über den Anschlag. Eine Reporterin ist Kim Baker (Tina Fey), die Hauptperson des Films. Klingt nach einem ziemlichen Drama-Movie ? Schaut man sich den Titel allerdings einmal genauer an, wird man den wahren Kern schnell feststellen:WTF (what the fuck). Besonders das schöne F-Wort wird sehr oft zum Ausdruck gebracht.

  • Darf man das ?

Nach der Einleitung springt der Film ein paar Jahre zurück und erzählt die Geschichte Kim Bakers von Anfang an. Sie bekommt die Chance aus Afghanistan zu berichten und diese lässt sich die mit 40-Jährige nicht entgehen. Angekommen im neuen Zuhause, muss sich Ms. Baker erst einmal mit den einheimischen Kulturen anfreunden. Unterstützt wird sie dabei von ihren Aufpasser Ali (Alfred Molina) und ihren Bodyguard Brian (Nicholas Braun). Sie lebt sich recht schnell ein und versucht trotz der schwierigen Umstände im Land ihre Arbeit gut zu machen. Dafür fährt sie mit den stationierten Marines und deren General Hollanek (Billy Bob Thornten) auf Einsätze in Prärie und berichtet von (fast) vorderster Front des Krieges. Wäre das nicht schon genug, gibt es auch noch Stress mit ihrer Fernbeziehung. Zum Glück gibt es den charismatischen, schottischen Journalisten Iain MacKelpie (Martin Freeman), der ihr schnell Ablenkung verschaffen kann. Wieder ist der Name des Films Programm. Die ganze Geschichte wird sehr lustig und locker erzählt. Party- und Slapstikszenen wechseln sich jedoch immer mal wieder mit Kriegszenen ab. Gerne wird ein Terrorist in die Luft gesprengt, die umliegenden Menschen und Reporter verletzen sich und das ganze wird mit einem (blöden) Spruch kommentiert. Wenn dann doch mal eine ernste Szene kommt, kann man diese leider nicht mehr ernst nehmen. Allgemein muss man diese Mischung aus Sex-Humor, Kriegsgeschichte und USA-Pathos mögen.

  • Meisterwerk oder dumme Grütze

Schlecht ist der Film nicht. Es ist eher eine Geschmacksfrage. Klar, ich habe ein paar mal gelacht und gelangweilt habe ich mich in 112 Minuten keine Sekunde. Wer einen Film erwartet, der den Krieg völlig neutral betrachtet, wird schwer enttäuscht werden und vielleicht sogar etwas wütend aus dem Kino rausgehen. Für mich ist es ein klassischer „verregneter Sonntag Nachmittag“-Film, nette Unterhaltung mit ein paar Abstrichen.

Der Film erscheint in den deutschen Kinos offiziell am 02.06.16. Zur deutschen Syncro kann ich leider nix sagen, da ich den Film in OV gesehen habe. Durch die vielen unterschiedlichen Akzente ist das aber nur für gut-englisch Versteher empfehlenswert.

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